Buch 
Grundriss der Chemie : zum Gebrauch seiner Vorlesungen entworfen von K. W. G. Kastner
Entstehung
Seite
164
JPEG-Download
 

<vgiä5grv

164

oder mehrfache chemifche Verwandtfchaft, und läfstfie wiederum nach ihren Refultaten in verbindendesUnd zerlegendes Einungsfireben zerfallen; diefe letzte-ren Beftinimühgen find indefs nur relativ, ohne neueVeibindung ift keine Zerlegung möglich, und in jedemFalle geht byiithcje der dnalyje voran; man vergl. §• I.und $, xo. S. 8t. u- f, f.

Einfache verbindende Verwandtfchaft findet beijeder unmittelbaren Vereinung zweier fich berührendenHeterogenen, zu einem neuen Produkte, ftatt; Beifpielegeben die Erzeugung der Salze, die Verbindung desQuecksilbers mit Schwefel, alle Oxydationen, die Ver-einung mehrerer Subftanzen mit Hydrogen, u, f. W.Gewöhnlich rechnet man hieher nur die Einungspro-dukte fogenannter einfacher Grundftoffe, das Willkühr-liclie und Schwankende einer folchen Annahme leuch-tet aber fehr deutlich hervor, wenn man bedenkt, dafsmau in der Chemie nicht von einfachen , fondern vonzur Zeit noch unzerlegten Stoffen zu Tprechen allein be-fugt ift, und dafs es überhaupt gar nichts ungewifferesim Felde der Chemie giebt, als die fogenannte Einfach-heit der Grundftoffe, deren beftimmte Poftulirung dieFortlchritte in den chemifclien Unterfuchungen noth-wendig bei denen hemmen mnfs, die folchen Aus-fprüchen unbedingte Glaubwürdigkeit zugeffehen *).

*) Vlon vergl. meine erwähnten AbkanJJ,. s, a. Ü.

Um