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Grundriss der Chemie : zum Gebrauch seiner Vorlesungen entworfen von K. W. G. Kastner
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relativer Ruhe gewefonen Organs, die als folcheSteigerung des freien Se)’ns, mächtigeres Hcrvorbre-chen der Freiheit des Organs zur Folge hat, und jetzterft erhält der Sinn, und fo mit ihm das Individuum,dem er angehört — von jenem Berührenden , vonfeinem Erreger Kunde. Nach Art und eigener innererund äuflerer Geftaltung des Sinnes, nach dem in ihmdargeftellten Zuftande des mit ihm eins feyenden Indi-viduums, fafst der Sinn feinen Erreger auf, und über-liefert dem Urtheile nur von diefer feiner eignen undfeines Erregers Seite Nachricht. War daher der Sinnin feiner entfalteten Innerlichkeit vorzüglich nur fürdie Auffüllung dev inneren Seite feines Berührendengeeignet, fo wird er auch befonders nur von dieferBericht abftatten können; nur das ihm entfprechendemehr oder minder Gleichartige .vermag er aufzufailen,und die intenlive Stärke, mit welcher Empfangungvor (ich geht, wird theils die Stufe der Freiheit de3,eignen Sinnes (durch Vergleichung mit dem Ausdruckeder Sinneskraft anderer Individuen) theils und vorzüg-lich aber — den Grad der Erregung, den der Sinnvon dein Berührenden erhielt, und mithin die Stufeder PFejensfreihcit jenes Berührenden beftimmen,

§. 23 *

Sowohl beim Gebrauche unferes' Gcßchts- als wieauch des Gef-ühlßnns (welcher letztere eigentlich inTemperatur- und Taftfinn zerfällt) wird befonders dieinnere Seite, und namentlich der mit uns felbft in Ver-gleich zu fallende Werth des freieren tliätigeren Zu-

M 2 , ftan -