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nicht in Abrede gestellt werden. Wie diminutiv aber ist ihre Zahl, wiegering ihr Einfluss auf die grosse Menge der Architekten!

Die Unzulänglichkeit der griechisch-römischen Architektur führtedenn auch schon in den dreissiger Jahren auf allerlei das System durch-löchernde Licenzen. Man begann damit, den verschiedenen Stylperiodendes Mittelalters gewisse Aenderungen, gewisse Einzelformen zu entlehnenund mit der antikisirenden Conceptiou des Ganzen zu verbinden, undliess sich auch wohl durch das pikante Ansehen solcher Neuerungen ver-leiten, den Kreis dieser Licenzen weiter auszudehnen.

Oder aber inan verliess von vorn herein den Boden der griechischenArchitektur, erklärte den Styl der einen oder anderen mittelalterlichenPeriode für weiterer Fortbildung fähig oder bedürftig und war bestrebt,diese Fortbildung in einer Veredlung der Einzelformen nach griechischenPrincipien zu suchen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Bestrebungen, jedeseinheitlichen Principes ermangelnd, völlig aus der individuellen Ansichtjedes Einzelnen hervorgehend, sich in eine zahllose Menge auseinander-gebender Richtungen zerspalten mussten, aus welchen sich dann schliess-lich die Idee herausbildete, dass die jetzige Kunstperiode als ein Durch-gangszustand angesehen werden müsse, aus welchem die Architektur derZukunft sich noch entwickeln werde, dass mithin der neue Messias nochzu erwarten sei. Und darin von vorn herein steht diese Idee derjenigenAnschauung gegenüber, welche auf der Ewigkeit des einmal Geboreneuberuht, dessen Kirche gegründet ist, alle Verhältnisse durchdringen soll,und eine künstlerische Form gefunden hat, deren Mannicbfaltigkeit soewig ist als sie selbst.

Es möchte nun wenig daran liegen, ob man diese künstlerischeForm in dem Styl des 13. oder des 12. Jahrhunderts, in dem gothischenoder romanischen oder altchrisllichen erblicken will. Wir möchten aberannehmen, dass wenn die romanische Kunst zu den grossartigen Kalhe-dralenbauten des 13. Jahrhunderts nicht ausreichend war, sie den viel-gestaltigen Aufgaben der Gegenwart noch weit minder genügen wird, dassaber keine Aufgabe erdacht werden kann, zu deren Lösung aus demPrincip der gothischen Constructlonen die Mittel sich nicht entwickelnliessen.