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gewahrt bleiben muss. Wir haben bereits oben die aus der Anlagegleichhoher Schiffe sich ergebende Vereinigung des Portalstockes mit demFenslerstocke erwähnt, und in Fig. 817 ein Beispiel für eine wenigstensformelle Vereinigung der beiden oberen Stockwerke gegeben, welche jenach den Verhältnissen auch zu einer wirklichen ausgedehnt werdenkönnte. Weiter würde bei einfacherer Ausführung und kleineren Ver-hältnissen der ganze Thurm bis unter die Glockenstube ungetheilt blei-ben und letztere selbst in den Helm verlegt werden können, wie weiter-hin gezeigt werden wird.
Eine Vermehrung der Höhenabtheilungen ist schon in der Herum-führung der Triforien in den Thurmmauern enthalten und an den Thür-inen von Amiens noch dadurch gesteigert, dass über den Triforien sicheine zweite niedrigere Arkadengallerie findet, in welcher die Säulen-weilen durch die Figuren der Könige von Frankreich (oder von Juda?)ausgefüllt sind, deren Höhe die Differenz bildet zwischen der Höhe desLichtgadens im Langhaus und jener des westlichen Radfensters.
Ebenso kann aber auch eine völlig gleichberechtigte Abtheilung sichergeben aus der Anlage von gewölbten Gallerien übel den Seitenschiffen,wie an den Thürmen von Mantes (s. Fig. 768), und würde ferner diehiermit verbundene, in Mantes fehlende Anlage des Triforiums durchihre Herumführung im Thurm auch die Zahl der Abtheilungen vermehren.
Ferner findet sich zuweilen die Anlage von Unterabtheilungen ausden erwähnten Stockwerken, wie in Freiburg , wo die eigentliche Glocken-stube in einer solchen Unterabtheilung des obersten Thurmstockwerkes ent-halten ist, eine Anordnung, auf welche wir weiterhin zurückkommen werden.
Die einfachste Gestalt der Thurmendungen bildet der wagrechte Ab-schluss, also die Ueberdeckung des Glockenhauses mit einer Terrasse,welche nach der ursprünglichen Anordnung wohl durch eine Lage vonSteinplatten gebildet werden sollte, an der Kathedrale von Paris aberdurch ein niedriges Bleidach mit ringsum laufendem Umgang ersetztworden ist. In jedem Falle ergiebt sich daher die Anlage einer Maass-werkbrüstung über dem mehr oder weniger reich gebildeten, immer aberkräftigen Dachsims des Thurmes. Zur Sicherung jener Brüstung sinddann häufig Fialen in regelmässigen Abständen angeordnet (s. Fig. 768),welche zugleich den wagrechten Abschluss beleben. Diese Wirkungwird in höherem Grade gewonnen durch die Endungen der Strebepfeileroder am vollkommensten durch die Anlage von Eckthürmchen.
Letztere bedingt sich zunächst in der Einzahl aus der Nothwendig-keit der auf die oberen Terrassen führenden Treppen. Hierbei aber er-giebt sich ein wesentlicher Unterschied, je nach den verschiedenenStellungen der Thürme. So wird ein dem Miltelschifl vorgelegter Thurm