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in hohem Grade erschwerend. Mit grösserem Recht liesse sich eineConstruction aus der Stärke der Helmwände annehmen, wofür etwa dieFig. 828 ein Schema bieten mag, indess ist auch hierauf im Ganzenwenig Gewicht zu legen, da das Durchfassen der Eisenstange die Con-struction aus einem auf Spalt stehenden Stück ausschliessl, durch dessenHöhe das erforderliche Loch nicht gebohrt werden könnte. Dennochmögen die daraus hervorgehenden Anhaltspunkte in so fern nützlich sein, alsdadurch jene übermässigen Ausladungsweilen der späteren Perioden aus-geschlossen werden, welche am ersten geeignet sind, den aufstrebendenCharakter des Helmes zu lähmen, und zugleich, wenn sie der Grössedesselben proportional angenommen sind, eben den Eindruck jener Grössezu schwächen. Eine charakteristische Endung des Helmes wird sich fer-ner dadurch ergeben, dass der obere volle Theil, von den Seitenwändengeschieden, sich als Fialenriese ausspricht (s. Fig. 829).

Die äusseren Flächen der Helmwände sind an den deutschen Wer-ken meistens glatt geblieben. Wie wir indess schon bei den Strebe-pfeilerdächern hervorgehoben haben, ergeben sich reichere Gestaltungenzunächst aus der Vermeidung spitzwinkliger Kanten der einzelnen Werk-stücke, etwa nach Fig. 651a, und weiter wie an einzelnen französischen Helmen durch Ausarbeitung von Schuppenwerk aus den Vorsprüngen dereinzelnen Schichten, welches entweder die ganze Helmfiäche gleichmässigüberziehen, oder einzelne Höhenablheilungen bezeichnen kann, indemgeschuppte Schichten mit glatten wechseln.

Eine wirksamere Belebung aber erhalten die Helmflächen durch dieverschiedenartigen Durchbrechungen, welche sich schon an den Thürinendes Uebergangsslyles als überbaute Dachfenster gestaften.

Ein Beispiel dieser Art von den Thürmen der Wormser Liebfrauen-kirche giebt Fig. 834 und 834 a. An den französischen Thürmen er-scheinen sie sodann häufig als viereckige, in der Helmfläche liegendeschiessschartenartige Oeffnungen von überwiegendem Höhenverhältniss,über deren Construction wir bereits pag. 573 gesprochen haben, undwelche die Wirkung einer besonderen Leichtigkeit hervorbringen.

Reichere Gestaltungen ergeben sich sodann durch den Hehnwändeneingesetzte maasswerkartig durchbrochene Steinplatten. Indess könnendiese verschiedenen Gestaltungen auch an ein und demselben Helm inverschiedenster Weise verbunden werden.

In dem Maasse als die letztgenannten maasswerkarligen Durch-brechungen sich nähern und schliesslich die ganzen Helmflächen über-ziehen, entsteht die reichste Gestaltung der Helme, nemlich die Con-struction derselben aus durchbrochenem Maasswerk, welche hauptsächlich