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Wittenbergs Denkmäler der Bildnerei, Baukunst und Malerei / herausgegeben von Johann Gottfried Schadow
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Ihm folgt- sein Sohn Rudolph n., b« in kaiserlichen Ebneren vom 0 »P-ps

delector genannt wird, sich aber abwechselnd: Herzog von Sachsen , Erzmarfchall und Kurfmstnennt.' Das Haus Sachsen machte auch jetzt noch die kaiserliche »»»«*«*, «»f &'****röwen Länder geltend; Rudolph II. zog gegen die Herzöge von Braunschwe-g und Ltmeburg zFelde, starb jedoch, ohne in jenen Grenzen etwas zu gewinnen ( 137 »). --ward, nach einigem Zwist in der Familie, sein jüngster Bruder Wenzel, e _ . §

Draunschweig mit eben so wenig Glück fortsetzte. Zwar nahm sr T.tel emes H 18 ^

Sachsen und Lüncburg an, mußte aber nach der unglücklichen Schlacht er >ese .

Werbung jenes Herzogthums Verzicht leisten. Er starb 1388 , und ward m er Fader Franziskanerkirche zu Wittenberg beigesetzt.

Ihm folgte sein Sohn Rudolph III. Wahrend der Regierung dieses Fürsten stürzten aiden böhmischen Gebirgen die Hußlten herab. Auch Sachsen hat zu jenem ^ riC ^' 'ttt

Deutschland große Noth brachte, blutige Steuer erlegen müssen, aber eine heilsame ^ey" ,es daraus gewonnen zu haben. Wenn Huß mit Recht ein Vorgänger Luther^ ® cnrtl1 , c.

kann, so finden wir auch in den böhmischen Kriegern denselben Geist, der ein -)ahrhun fe

die Anhänger der deutschen Reformatoren beseelte. Da man aber den Böhmen vcr agdaß der Gedanke in Wort und Rede freien Raum gewinne, und ihren ersten«ttf den Scheiterhaufen führte , so fuhr die Gewalt des Geistes unter eine wl e iahe,konnte seine Gegenwart jetzt nur m -vhrn Ausbrüchen verkünden. Welchen großen Werth Uttyerdarauf legte, daß man selbst den Anführern im Bauernkriege das freie Wort nicht verwehre,werden wir spater unten zu erwähnen haben. b

Kurfürst Wenzel hatte das Unglück, seine beiden Söhne auf eine schreckliche Wesse Z -liercn; sie wurden auf dem Schlosse zu Schweinitz an der schwarzen Elster, wo ft > C»mit ihrem Hofmeister wohnten, von einem einstürzenden Thurme zur a ) z-l ers)a e .Wenzel ohne Erben starb, folgte ihm sein Bruder Albrecht III. Er war der letzt-Sproß d s«nhaltischen Hauses in Sachsen , und fand ebenfalls seinen Tod auf gewa tsame tnem Bauernhause auf der Lochaucr Halbe, wohin er mit seiner Gemahlt» zur ^agd gkam des Nachts Feuer aus. Mit Mühe wurden beide gerettet, der Kurfürst aber 1 ardarauf an den Folgen des gehabten Schreckens ( 1422 ). Die nächste Anwartschaft an a .zvgthum hatte das Haus Sachsen-Lauenburg , wo Herzog Erich V. in gerader ^

hard von Anhalt abstammte. Bevor dieser sich zu dem Erbe meldete, hatte s >on r ' *

Kurfürst von Brandenburg, aus dem Hause Hohenzollern , Wittenberg besetzt, we> ftm aSohn, Johann, Rudolphs dritte Tochter, Barbara, zur Gemahlin hatte. ^ Wie aber Passergismund über das Herzogthum Sachftn und die damit verbundene Kurwurde nach c3 c * /

kühr verfügte, und beides, 1423 , an den Markgrafen von Meisscn und Thüringen , C \* *

Streitbaren, gab, werden wir bei der Darstellung der Geschichte Friedrichs I., des Welsen,kurz erwähnen. t .

Ueber die ältere Geschichte der Stadt Wittenberg , die uns hier naher angeht, als die Gr«schichte des anhaltischcn Fürstenhauses, theilen wir folgende gedrängte Uebersicht mtt. Unter