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Wittenbergs Denkmäler der Bildnerei, Baukunst und Malerei / herausgegeben von Johann Gottfried Schadow
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109
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Denkmäler

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B i ldn e r ei.

23ctw wir schon in den prächtigen Bauwerken und in dem Reichthum der Kirchen an Kleinodund Gemälden den fürstlichen Aufwand kennen lernten, durch welchen sich ine sächsischensten, die die Gründer der Reformation wurden, in Wittenberg ein dauerndes Denkmal Mte ,so sind es doch vornehmlich ihre eigenen Bildnisse von Erz, die uns am lebhaftesten an diese treff-lichen Fürsten erinnern. , . . ..j.

Bevor wir aber vor diese chrncn Bilder der Kurfürsten selbst treten, haben wir nochWerk älterer Arbeit in der Stadtkirche aufzusuchen.

Das bronzene Taufbecken in der Stadtkirche,

von Hermann Vischer.

{lab. a.j

Da unsere Zeichnung nicht viel mehr als das Profil dieses künstlich zusammengesetzten Ge-stelles zeigt, so freuen wir uns zur Ergänzung eine, uns von dem Herrn Generalsupenntendemcnv.N i tz sch gefälligst mitgetheilte, Beschreibung dieses Kunstwerkes hinzufügen »»fc' ' '

um so mehr vor jeder andern den Vorzug geben; da Herr Doctor Nitzsch zugleich das Derb shat, diesen Taufsiein, der schon zur Hälfte in den Boden versenkt, Mit schmutziger Falbe -strichen und mit hölzernen Schranken umbaut war, wieder zu Ehren zu erheben, und als einschönen Schmuck der Kirche in ursprünglichem Glänze aufstellen zu lassen. -

Das von innen runde und hier sschon über zwei Fuß breite und über einen Fntz « rDecken des Taufsieins, hat von außen eine achtscitige, mit gothischen Ecksaulcn und a lag-schraubten Bildnissen gezierte, fast i* Fust hohe Bekleidung, und ruhet auf emem se)r ""figurirten Gestelle. In der Mitte wird es nämlich von einer runden, wegen ihrer Umge u 9wenig in die Augen fallenden Säule getragen, an den Seiten aber von vier ar erverzierten Eckpfeilern gehalten. Unten an dem Fuße eines jeden dieser vier Eckpftl Yauf der auswärts stehenden Ecke des Fußes einen Löwen als Wappenhalter, der aber Mvorgehaltenen Schilde, auf welchem ein landesherrliches Wappen steht, zugleich a e "von dieser geheiligten Reinigungsanstalt scheint abschützcn zu wollen. Den Fuß, der m « - "

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