besitzers, Hr. Bürgermeister Dörffurth, zufolge, die sich auf die Ähnlichkeit einer Abbildung imKurfürst!. Sachs. Hcldensaal (Nürnberg 1687.12. 3. Ausi. S. 546.) gründet, ist «s Johann Frie drich der Großmüthige, gestorben 1554. Nach dem Urtheile des Herrn Rckt. und Professor Wei-chert an der Königl. Sächsischen Fürstenfchule zu Grimma , die im vorigen Jahre durch eine Ge«scllschaft dankbarer Schüler eine ganze fthenswerthe Folge der Kurfürsten in Gemälden vonCra«nach größtcntheils als Geschenk erhielt, hat Unser Ritter eine auffallende Aehnlichkeit mit Moritz,von dem jungen Cranach gemalt, sowohl in den Gestchtszägen, als in dem Costüm; und es scheintnicht zu bezweifeln, daß er ein Bild jenes großen wohlthätigen Stifters der drei LandschulenGrimma , Meisten und Pforte sein soll.
Luthers ehrnes Standbild auf dem Marktplatz.
[Tal). O. P. pp.J
Das letzte Denkmal, welches wir in dieser Sammlung zu erwähnen haben, ist zugleich derZeit nach das zuletzt errichtete, und es darf sich in jeder Hinsicht mit Ehren neben Denkmälerder frühern Jahrhunderte stellen, da es weder in Rücksicht des Geistes und Willens, wodurch esmit großem Aufwand zu Stande kam, noch in Rücksicht künstlerischer Ausführung hinter dieWerke früherer Zeiten zurücktritt. Außerdem nun, daß ein solches Standbild ditz würdigste An-erkennung der Verdienste eines großen Mannes ist, so erhält dies Denkmal noch dadurch einenbesondern Werth, daß in der Geschichte der Gründung und Vollendung desselben, sich wie in ei-nem Gleichnisse der Verlauf der Reformation, deren Feier der allgemeinste Zweck dieses- Denk-mals ist, wiederholt hat. — Ein würdiger Landprediger, einfachen, redlichen Sinnes gründetmit andern Freunden der Wissenschaft zur Feier des beginnenden neunzehnten Jahrhunderts einenlitrrarischen Verein in der Grafschaft Mannsfeld, der Hcimath Luthers. Durch thätiges, frohesBeisammensein gewinnt der kleine Kreis immer mehr das Gefühl, daß malt auch in der beschrank-ten Grenze der Provinz sich seines Vaterlandes freuen und rühmen darf, ein Gefühl, welcheshier eine um so allgemeinere Bedeutung gewinnt, da man den Mann seinen Landsmann nennendarf, an dessen Wirken mau das Schicksal des gesammten deutschen Vaterlandes gebunden weiß.
Dieser löbliche Stolz auf das kleine Land, in welchem ein so großer Mann geboren wMde,wird die stille Veranlassung, die Errichtung eines Denkmals dem gefeierten Landsmann zu Ehren,zur Sprache zu bringen *). Kaum aber verlautet davon in öffentlichen Blättern, so regt sichbald allgemeine lebhafte Theilnahme der evangelischen Glaubensgenossen in dem nördlichen, wiein dem südlichen Deukfchlande. Zögernd erklären sich anfangs .nur Einzelne bereitwillig zu Bei-trägen, als aber der mächtigste König Nvrddeutschlands, dessen erlauchte Anherrn seit einem
Jp 0M 6en 26 Mitgliedern des Dereins war zur Betreibung dieses Unternehmen« ein Ausschuß von sMitgliedern ernannt, au dessen Spitze der Prediger Schnee, damals zu Groß<Oernen bei Dansfeld,als Dieee,or trat, der seit jener Zeit beständig fortfuhr, mit „»ermüdeter Thätigkeit seine Krchte derErreich«,,g diese« Zweckes zu widmen. Die übrigen 4 Vorsteher des Unternehmens waren der dama»
>ge >er, Bcrgrarh Bückling, der Amirjchier Schwarze, der Doktor Schreiber, und der Sladtsekres«air Honigmann. '