6
treffen wird es augenscheinlich dass zwei Waffengefährtenhier die Athene, dort den Apollon, wahrscheinlich bevor siein die Schlacht abgehn, durch den Wurf befragen.
Ehe ein Krieg begann, fragte man die Orakel, alsowohl auch vor der Schlacht; selbst die Wettkämpfer frag-ten sie ehe sie zum Kampfspiel abreisten, ob sie siegenwürden 8 ). Orakel durch Würfel gehören nicht zu den be-kanntesten; die sortes Praenestinae sind davon verschiedenund die sortes Lyciae bei Virgil und sortes Deliae sind einallgemeinerer Ausdruck, so wie die xXygoi des Tiresias inden Phünissen des Euripides, des Mopsos bei Pindar (P. 4, 190).In der Höhle des Herakles in Bura bei Pausanias (7, 25, 6)warf man vier Würfel und eine Tafel enthielt die Ausle-gung jedes Wurfs. [Auf Ephesischcn Münzen sieht manArtemis und zwei Astragalenspieler. Astragalen lagen inden Tempeln auf den heiligen Tischen (Schol. Pind. P. 4, 337).Wenn Krieger wirklich aus dem Fallen der Würfel sehnwollten, ob sie in den Kampf ziehn sollten oder ob siedaraus zurückkehren würden, so ist dies eine Sache dieschwerlich bei einem Schriftsteller vorkommt, obwohl daraufangespielt zu werden scheint]. Der Verfasser des Rhesos Sagt (183):
XQy d’ in uj-ioig novtivipvpjv ngoßäXX ovt' Iv xvßoioi Sui/tovog.
Derselbe (443):
y/tegav d’ i | rj/uigag
glnretg xvßtvtav tov ngog ’Agyeiovg ” Agr t v.Aeschylus (Suppl. 396) i’gyov d’ iv xvßotg "Agt;g xgtvti.Aus dem Würfeln um Leben oder Tod vor der Schlacht undvor einem Götterbild, eher als aus dem Leichtsinn einesSpielers scheint das Sprichwort entsprungen: ßeßX.^o&ui
8) Philostr. Her. LI, 6. Anthol. Pal. XI, 163. Pausan. VI, 8, 2.Bei JuYenal VI, 385 fleht eine Dame unter Opfern und Gebeten dieGötter ihr zu offenbaren, ob ihr Lieblingssänger beim nächstenWettstreit siegen werde.