ist, sollte er vielleicht einer fremden Reli-gion zugetban seyn, eines andern überzeu-gen zu wollen, oder ihm gar einen Geistli-chen von seinem Glauben zu verweigern,allein in dem Institute , wo keine Rücksichtauf Verschiedenheit des Glaubens gemachtwird , sind solche A'lisgrifFe gar nicht zufürchten, dafs also auch für die Seelenruhedes Kranken vortrefflich gesorgt wird. Daseinzige , das vielleicht den kranken Hand-werker beunruhigen könnte, ist der Um-stand, dafs er, wenn er etwa sterben sollte,falls er einem nicht catholischen Glaubenzugethan ist, dennoch in einem catholischenKirchhofe faulen mufs.
Die Vortheile für den Arzt und seine Lehr-linge , die das Institut täglich mit ihm besu-chen , sind nicht geringer. Alan kann hierdie Krankheiten der Handwerker rein und un-verfälscht beobachten, der Kranke kann sichkeiner Arzney bedienen, als blos derjenigen,die ihm der Arzt verordnet, zur bestimmtenZeit wird sie ihm in einer von dem Arzte an-gegebenen Dosis gereicht; der Arzt kann fe-ste Rechnung machen auf seine Arzneyen,w r eil sie alle in einer einzigen und zwar treff-lich eingerichteten Apotheke zubereitet wer-den ; aus Furcht vor Strafe wird die Aufwär-terinn alles pünktlich befolgen, was ihr von
dem