Dies sind freylich Vortheile, die demArzte bey Behandlung der Krankheiten derHandwerker ausser einem Hospitale ganz■entgehen. AuFwärter, Freunde, Frau Baasen,und der Kranke selbst wetteifern, um denArzt zu hintergehen, so dafs er mehr demblinden Ohngefähr als seiner eigenen Wissen-schaft die Heilung des Kranken zuschreibenmufs. Und doch beruht der gröfsm Theil so-genannter Beobachtungen und Erfahrungen,die man als Centurien in die gelehrte Weltschicket, auf dergleichen schlüpfrigen undflüchtig zusammengetragenen Krankenge-schichten. Idamazzini und Ackermann hät-ten uns mehr Wahrheiten liefern können, siekönnten vieles aus ihren Schriften wegstrei-chen, oder dazusetzen, wenn sie Aerzte ei-nes Instituts , wie das unsrige , gewesen wä-ren. Denn es ist kaum möglich, alle Fall-stricke zu vermeiden, die man dem Arztein der Privatpraxis legt, das bunte Gemischvon Wahrheiten und Lügen gällt ihm stünd-lich in seinen Ohren. Auch ist er nicht imStande, alle Einflüsse auf seine Krankenausser dem Hospitale so zu leiten, dafs siezu dem Zwecke der Heilung sämmtlich miteinstimmen, dies ist vorzüglich der Fall beykranken Handwerksgesellen, denen es an sovielen Nothwencligkeiten und Bequemlich-keiten gebricht, sie haben meistens nichteinmal eine Liegerstätte, die ihrem kranken
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