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hat, oft stramigt, und dem Spießglase ähnlich,bricht , würde alsdenn die Leichtigkeit imSchmeltzen bey geringem Feuer, und das Fär-bende, bey dem Reiben in der Hand, dieseBergart gar bald verrathen. Unter allenschwartzglautzenden Ertzten ist der Cobalt, sei-ner Farbe nach, am schweresten zu entscheiden,Massen er nicht allein in seinen Arten oft grauund bunkfarbigt erscheinet, und was den lich-ten Cobalt bctrift, mit Mißpickel und Wasscr-kieß vertauschet werden kann; sondern auchmeistens mit Wißmuth in einer Stufe gefun-den wird. Dagegen ist sein Wachsthum, nachwelchen er schirblicht, knospigt, mit einemweissen oder rothen Meel, welches man Cvbalt-beschlag, mit rothe» Sterngen, welche manCobalt - und Wißmuthblüte nennet, gezierek,zum Vorschein kömmt, nebst seinem Knoblauchs-geruch auf Kohlen, ein Unterschiedszeichen,welches nicht zulast, daß man etwas anders anseiner statt annehmen solte. Die grüneFarbe kommt nicht gar vielen Foßilicn zu:Das grüne Fschopauer Blcyertzk kennt man ander ungleich wincklichten Gestalt seiner Theile,welche, nach der Art verschiedener Quartze, wieBalcken über und unter einander liegen, wel-che Gestalten auch dem gelb- und weissen Bley-ertzt dieser Art eigen sind. Das Kupfergrün,wie es theils in Kupferkicß, theils ausser demGesteine, zum Vorschein kommt, ist an seinemzusammenziehenden Geschmack und an seinerLagerstatt zu erkennen, mästen es nur in Ku-pfererzen gesunden wird. Die grünen Er-den, welche vor sich, oder auf Quarh undDruse«, zuweilen auf Cobaltgängen gefundenwerden, sind zerreiblich und anfärbend. Diegrünen Flüsse und Edelsteine, und was in die-ser Farbe sehr hart, dunckel oder durchschei-nend ist, bekommt den Nahmen der Edelstei-ne. Was durchsichtig grün, aber zerbrechlichist, heisset ein grüner Fluß. Was die blaueFarbe anbelanget, so ist beynahe zur Regul
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worden, daß alle blaufarbichte, düncklHsilien Kupferhaltig sind: Das KuM«oder Kupferlasur, das schielende Bl«Kupferblumen, der Lasurstein, welch» kseine kiesigten goldfarbenen Puncte fcnn^ist', und den Alten unbekannt gewesen, t>wie plinius seinen Saphier heschM,blau und grünliche Armeiiierstein,
DIOSCORIDES imb GALENUS IJ|j£ his
stur Nahmen eine blaue Erde beschrickn h»bcn, sind alle den Kupscrectzten sehr nahe wwandt. Das durchsichtige Blau »ichseiner Härte Edelsteine; der Amethyst,«,cher des wahren Purpurfarbenen der Alt»Ausdruck ist, hat dieser Farbe höchste» Trchvon welcher ein Saphir, Luzssaphir und Fay!lder Abfall sind. Es sind demnach diean den Fvßilien sichere Gedächtniß«»»:!, ckchwelche sich theils der innere Gehalt dcr Kiifaerrathen, theils ein Ertzt in seinegen last. Gesetzt auch, daß einigeliche Stufen, der Farbe oder a»dcn>ständen nach, nicht beschrieben werden k!»ken, wie denn durch fleißigen Umgang «lErtzten, und nicht alleural durch LügÄgchein grosser Theil derselben erkennen W, l»hcro auch die kenntlichen Echte infy«Bauerstufen gencnnct werden, somdd^in den Gedaucken des Stufcnkennnswendig ei« , von der Farbe Hergenen««Begriff, ob er sich gleich durch Der» >ausdrücken lasset, erreget, wie etwa die 8® 1ben der Blumen in dem Kräutcrreiche, |man sich auch bemühet, sie mü Wererklären, nicht füglich beschrieben werden k»
nen: Also bleiben allerdings verschick»!' e /te übrig, die nach einigen sinnliche» ÜW'chen wegen Mangel guter Worte nicht k«»"beschrieben werden. Dahin gehören ckck'güldische Silber- Kupfer-undeisenbaW^sen; Mau siehet es den Gold Hess", «>Kieseln, Granaten, «nd dem Flußfanck i-