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Johann Jacob Woyts ... Gazophylacium medico-physicum, oder Schatz-Kammer medicinisch- und natürlicher Dinge ... / Johann Jacob Woyt ; mit Fleiss übersehen, verbessert und vermehret von Johann Ernst Hebenstreit
Entstehung
Seite
1405-1406
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w , daß Gold darinnen verborgen sey: DieWältige Silberschwäctze siehet einer schwär-| (st gebe ähnlich, die weissen Zinngranpen sindRissm K-estln gleich; unter den Mineralien ist,S Wer, Braunstein, Wasserkieß, und Miß-Ml, und einige Cobaltstuftn, der Farbe nach,5m cm Lehrlinge begreiflich zu machen. Dem-Nkh ein Versuch zu machen, durch welche«Wiche Zeichen sonst verschiedene Ertzte möch-A beschrieben werden können. agricolagilbt an vielen Orten das Geschmeidige intoi Echten, für ein Kennzeichen an. Wenn erlab Glasers beschreiben will, saget er: daßd unter Sein Stempel breit geschlagen, undi»il lMMesser geschnitten werden könne: durchliste ^schmcidigkeit wird ebenfalls das Horn-cht, nebst seiner Farbe, von welcher es denIlchnen hat, entschieden. Einige ErtzteDeltzen bey leichtem Feuer, und werden da-lmch kenntlich. Der Wißmurh kann bey ci-m Lichte geschmolßen werben, die weissenAnngrnupen, wenn jemand sie für Kiesel hal-laiMe, schmeltzen so wohl, als die übrigenZMMlipcn, bey geringem Feuer, und gebenltlmch ihren Gehalt zu erkennen. Da hinge-st» durch die eZarce bey vielen Fossilien derliatnstchied bestimmet wird. So sind die ed-h» Steine von den Flüssen, die alten, oder«l'trAcer hergebrachten Marmel, von den neu-<r»Nd inländischen untecschieden. Nach die-ßr Härte werden die Marmel den weichen Ala-Wkm vorgezogen. Hicrnüchst ist in beutTOd)e, welchen verschiedene Bergarten im. durch das Reiben von sich geben,M Mdeutungskraft. Die Giftcrtzke haben^ schädliche,, Geruch, wie bereits oben er-» aet worden: Die Crdhartze und Agtstciuekii angenehme Ausdämpfungen. Einige

° fiI ^ rcm Gerüche gencnnet;">°l°nst-in hak seinem guten, so, wie der

ibedm P^""dsteiil seinem Übeln Geru-v(tjmctr zu dancken. Durch ünsEe-

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fühle werden nicht weniger allerhand ausge'grabene Sachen entschieden. Nicht nur dieverschiedenen Sachen eigene Schwere entscheidetallerhand gleich aussehende Dinge, sondernauch die Beschaffenheit der Fläche auf vielenVergärten, und der Angriff lehret, wohin eineBergart gehöre. Der Bleyschweif ist schlüpf-rig und schmiericht; derTalck, der Speckstein,die fetten Erden, schmeicheln der Hand durchihre Glätte. Einige Vergärten brennen nachdem Angriff in der Hand; die kleinen Fasgendes Asbests machen eine Empfindung in derHaut, wie Brcnnnesseln; die Cobaltcrtzte bei-ßen den Grubengängern die Haut an HandenundFüffcn, dahero ALuicorA.bewogen wor-den, den Fleischfressenden Stein i> l i n 11, auSwelchem in damaligen Zeiten Sarge für dieTodten, damit sie bald verzehret werden sollten,zubereitet worden, für eine Cobaltischc Bergartzu halten.

Der Geschmack entscheidet ebenfalls al-lerhand Sachen. Die besonders süffcn Wassersind des verborgenen Blcygiftes halben ver-dächtig; die Kupferhaltigen Wasser schmeckeneckel; die sauren Wasser werden Cisenarrig, diebittern Wasser den Mittelsaltzcn zugethan, geach-tet. Die Vitriole werden durch den Geschmackentschieden. Denn, obgleich die Farben hierbei)auch in Betrachtung gezogen werden, maßen dergrüne Vitriol Eisen- derblaue und weiss« aberKupferhaltig ist, und obgleich die Atrameut-stcinc der Alten von den Farben benennet wor-den, daß man das goldfarbene und stinckende,Sory, das grüne, Misy, das rothe, Chalcitis,das fchwartze, Meianteria, gencnnet: so ist den-noch eine solche Unbeständigkeit in ermcldetenFarben, daß sie öfters in einer Bergart beysam-men anstehen, und das grüne und schwartzeAkra-ment oftmals gelb wird. Dahero nach demZeugniß des Geschmacks genug ist, die cckelhaftl-gen Kupfercrtzte von den sauer und söffe schmc-ckendcn Eisenvitriolen, welche in dem c-mM

Eretrp-