i8 Einleitung.
für sie thun würde, wenn er den Thron besteigensollte; denn die beyden Söhne Ludwigs des XU. wa-rm damals schon in der Wiege gestorben, und derGraf von Angouleme hatte iht mehr Hoffnung,zum Throne zu gelangen. Wünschet Was ihrwollt/ versetzte Franz, und seyd versichert, daß jihr alles erhalten werdet. Montmorenci wünschtesich Connetable, und Brisn, Admiral zu werden.Montchenu war mäßiger in seinen Wünschen, undverlangte nur, erster Haushofmeister zu werden.
Ihre Wünsche wurden nachher erfüllt, und diese Ge- ^schichte nicht vergessen. '
Unterhandlungen wegen der Vei>mählung Franz des i
Gräfinn von Angouleme hakte mit ihremGemahle den Geschmack für die Einsamkeitverlohren, und zeigte sich dem Hofe mit einem ge-schmeidigen und stolzen Charakter, der zur Herr.
>4-5- schaft und zur Intrigue gemacht war. Ludwigder XU. dessen Ehrgeiz und Zärlichkeit so lange ge.gen so viel Hindernisse gerungen, hatte nunmehrseit kurzem seine Gemahlinn, Johanna, verstoßen,und die Wittwe Carls des VLIl. wieder auf denThron gehoben. Seine Neigung für sie, die an«fangs die Entfernung und die Hindernisse reizten,und darauf der Besitz verdoppelte, war iht stärkerals jemals, und vereinigte die Lebhaftigkeit der Liebemit der gesetztem Gefälligkeit der Freundschaft.
?lnna von Bretagne verdiente diese Gesinnungen
nicht