Band 
Erster Theil.
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S4 Einleitung.

niß der Königinn verhinderte sie nicht, auf Maaß-regeln zu denken, wie sie nach seinem Tode sich mitihren Töchtern nach Bretagne begeben könnte.Schon ließ sie verschiedne Fahrzeuge, mit ihremkostbarsten Gerüche beladen, die Loire hinab nachNantes gehn. Der Marschall von Gye, Statthal-ter von Anjou, war kühn genug, zu glauben, daßes seine Pflicht erforderte, diese Fahrzeuge anzuhal-ten. Die Kö nginn, deren gebohrner Unterthan erwar, fühlte diese Beleidigung im Innersten ihresHerzens. Ihre großen Tugenden hatten ihr dengroßen Fehler gelassen, in ihrem Zorn unversöhn-lich zu seyn. Vergebens schien der König die kühneTreue des Marschalls zu billigen; er konnte nichtimmer den Klagen einer Gemahlinn widersteht,, disser anbetete; er mußte zuletzt den Marfchall ihrerRache Preis geben. Sie ließ seinen ganzen Le-benelauf mit der größten Strenge untersuchen;man wollte.Verbrechen an ihm finden, und manfand sie. Das Cabinet des Königs ernennte dasParlament von Toulouse, die Sache des Marschallszu richten, weil dieses Parlament für das strengstedes ganzen Königreiches gehalten wurde. Überdieses so strenge Gericht diente nur, die Unschulddes Beklagten, durch die gelinde Strafe, die esihm auflegte, außer Zweifel zu setzen; eö begnügtesich, ihn auf fünf Jahre von der Verwaltung feknes Amtes eines Marschallö von Frankreich auszu.schli ßen, und zehn Meilen weit vom Hofe zu ver-bannen. Die Nation fand dieses Urtheil noch zustreng; doch lachte man darüber, statt zu zürnen,

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