Band 
Erster Theil.
Seite
54
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54 Einleitung.

Volk verließ seine Arbeit bey einer Nachricht feinerAnkunft, es kam von zehn, zwanzig, dreyßig Mel-ken herbey gelaufen, ihn zu sehen, es umgab ihn,«6 drängte sich zu ihm, es weinte vor Freuden undZärtlichkeit; es hielt leinene Tücher an seinen Leib,an seine Kleidung, an sein Pferd, und verwahrtediese Tücher wie die kostbarsten Reliquien; manhörte nichts, als ein schmeichelndes Gemurmel, alsgerührte Stimmen, als Entzückungen der Freude,als Wünsche des Herzens für die Erhaltung diesesVacerö, dieses Freundes, dieses Wohlthäters desVaterlandes. Maximilian hatte seine ganze Klug.heic nöthig, die Flamander, welche das Glück derFranzosen beneideten, zu verhindern, daß sie nichtLudwig dem Xll. sich ergaben. Bey seinem Toderiefen die Ausrufer der Bürgerschaft mit kläglicherStimme U): Der gute König Ludwig, derVater des Volkes ist todt; jeder Franzose glaub-te sein Todesurtheil zu hören; selbst der Himmelschien diese schreckliche Botschaft mit Stürmen an-zukündigen; ein wütender Wind stürzte verschiedneHäuser in Paris nieder. Dieser durch Schreckenund Betrübniß denkwürdige Tag war der erster;r?. Januar i;:;. Da der König sich durch das Fieberund die Dyssenterie entkräftet fühlte, ließ er denHerzog von Valois vor sich kommen, reichte ihmseine abgezehrten lind schmachtenden Arme, undsagte: Ich sterbe, ich empfehle Ihnen misteUnterthanen. Dieser Freund der Menschen, den

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