126 Einleitung.
Nach diesem Scherze beschreibt er die' Maas«regeln umständlicher, die er genommen hak, undgesteht, daß ihm zwey bis drey mal hundert tausendDucaten von großem Nutzen seyn würden, dieStimmen der Cardinale zu erlangen. Er unter-schreibt sich, Volre bon kerefutur kupe.
Indeß wurde Maximilian, entweder aus Man«gel der Klugheit, oder aus Mangel der zwey bisdrey mal hundert tausend Ducaten, weder derCoadjutor, noch der Nachfolger Julius des li. undda Franz der I. zur Krone gelangte, hatte mandieses leichce Mittel nicht mehr, den Kaiser zu be«schäfftigen, indem man diesen Hoffnungen undWünschen schmeichelte; der päbstliche Stuhl wardamals mit Leo dem X. besetzt, der zwanzig Jahrejünger war, als Maximiliane
Die Schweiz.
<^ke Schweizer schienen eher Feinde des Kaisers,"als der Franzosen, seyn zu müssen. Maxi«milia« war das Haupt dieses österreichischen Hau-ses, dessen Tyranney sie zur Verzweiflung getrie-ben, und eben dadurch zur Freyheit geführt hakte;er war der Schwiegersohn Carls des Verwegnen,der ihnen diese kostbare Freyheit, für weiche sie sosehr gestritten hakten, wieder zu entreißen gesuchthatte. Aber die Vortheile verändern sich mit denUmstanden, die Schweizer waren damals die Be«schützer des Hauses Sforza, die Vertheidiger des
Meylän-