Zweytes Kapitel. 259
Thäler wegnehmen würde. Franz der l. glaubte,daß Diese Thäler es nicht werth waren, den Kriegfortzusihen, und machte daher, doch ohne sich ihrerzu begeben, nicht die geringste Bewegung, sich ih.rer zu bemächtigen. Uebrigens kann man sagen,daß durch diesen Traktat die Schweizer in AnsehungFrankreichs vielmehr entwaffnet, als mit ihm aus-gesöhnt wurden.
Die Statthalterschaft über Meyland gab derKönig dem Connetable, der so viel Antheil an die-ser Eroberung gehabt hatte; und er gieng nachFrankreich zurück, die süßesten Früchte des Sieges,den Beyfall seines Volkes, zu empfangen.
Seit der Eroberung von Meyland zitterte derKönig von Spanien für das Königreich Neapel;entweder weil er das Versprechen nicht wußte, dasFranz der 1. in der Unterredung zu Bologna, demPabst hierüber gegeben hatte, oder weiter, beyseiner Gewohnheit, nie ein Versprechen zu halten,sich nicht vorstellen konnte, daß ein andrer Königsich zum Sklaven des stinigen machen würde; erunterließ nichts, .wodurch er Franz dem I. neueFeinde machen konnte, er suchte den Haß derSchweizer wieder aufzuwecken, er reizte die natür«liehe Eifersucht des Königs von England, er gabdem Kaiser hundert und zwanzig tausend Thaler,um einen Einfall in das Mcoländische zu thun,obne zu bedenken, daß der trage Maximilian dasGeld annehmen, und doch in seiner Ruhe bleibenkönnte. Mitten unter allen diesen Bewegungen
R r starb
i5'5.