260 Erstes Buch.
starb der König von Spanien auf einer Reise nachrzi 6 . Sevilien, in dem kleinen Dorfe Madrigalet *),am 22. Februar, ein Schlachtopfer, wie Ludwigder Xll. von einem zu späten Verlangen'") Er«ben seines Namens zu bekommen. Die Geschicht-schreiber geben vor ^), daß seine Gemahlinn, Ger«maine de Foch, ihm in dieser Absicht einen Trankgegeben, der ihn wassersüchtig gemacht, und sei-nen Tod verursacht habe. Ohne Zweifel giebt esmehr Arzneyen, die geschickt sind, einen altenMann zu todten, als Liebestränke, die geschicktwären, die erstorbene Natur wieder zu beleben.
Man glaubte, Ferdinand würde die spanischeKrone***) dem Erzherzog Ferdinand, seinem
Enkel,
") Varillas vergißt nicht zu sagen, daß man Ferdinan-den prophezeyt hätte, er würde zu Madrigal sterben,daß Ferdinand es immer vermieden, in diese Stadtvon Castilien zu gehn, daß, da er sich auf dem Wegesehr übel befunden, und gezwungen gesehn, in einemDorfe zu bleiben, er nach dem Namen des Dorfes geifraget, und bey der Antwort, Madrigalet, ausge-rufen habe: Ich bin des Todes.
") Er war 6;. Jahre alt geworden, und hatte sie wohlangewandt, sowohl zu den Befchafftigunge», die demLeben GlaNz geben, als zu denen, die es ver-kürzen.
k) Lelcgr. I. 15. n. 29.
***) Wir betrachten hier Spanien, als ganz unter Fer-dinanden vereinigt, weil er wirklich es ganz beherrschte;
indeß