Zweytes Kapitel. 40z
schaft des La Marck werth war; man richtetewieder eine Companie Gcndarmes für ihn' auf,man gab ihm alle seine Gehalte wieder, manmachte verschied«« Geschenke, so wohl ihm selbst,als seiner Gemahlinn, und seinen Kindern. DieHerzoginn von Angouleme, die vor dem nur zuviel zum Abfalle der La Marck beygetragen hat-te, machte diesen Fehler wieder gut, indem siediese Versöhnung nebst Mesdames von La Marckund von Fleuranges vermittelte. Der Kaiser,den: die Staaten vvn Sedan und Bouillon znSchranken ro^der Frankreich, von der Lühelbur-gischen Seite, dienten, versuchte, aber zu spät,den La Marck durch seinen Bruder, den Cardi-nal, wieder zu gewinnen, er ließ ihm sagen, daßman schon den Proceß über Hierges zurückge-setzt'hätte, und daß man ihm alle Genugthuungwollte, die er verlangen könnte; aber derfranzösische Hof, der nach nichts, als nach Krieg,strebte, reizte den Unwillen des La Marck zu sehr,als daß dieser den Vorschlagen des Kaisers hätteGehör geben können, er wollte so gar seinen Vcr,druß auf eme Art äußern, die den künftigen Zei.ten denkwürdig seyn sollte. Nachdem er seineZubereitungen gemacht, und des französischenBeystandes sich versichert hatte, so ließ er denKaiser zu Worms r), mitten aus dem Neichs-Cc 2 tage,
1521.
r) Lelcar. l. i6. n. 25,