Band 
Erster Theil.
Seite
432
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4Z2 Zweytes Buch.

^ ' stürzte sein Pferd, da er durch ein Dorf im Gebiete

von Boulogne ritt, um es zu plündern, und warfihn zu den Füßen eines zwanzigjährigen Mägdchcns,die diese Gelegenheit ergriff, ihn bey der Kehle packte,und, ob er entweder sich nicht wehren konnte, odernicht wollte *), ihn entwaffnete, und ihm so vieleSchläge gab, daß er den folgenden Tag davonstarb.

Wir finden in einem Briefe vom i2ten JuniuSi;2i. der an Franz den I. gerichtet **), einige Spu«ren von einem Vorschlage ***), Brabant durchZerstöhrung einer Schleuse zu überschwemme»;wir wissen nicht, ob der König, der das Verwüstenso sehr haßte, als er den Ruhm liebte, die Stand,hastigkeit gehabt hat, diesen Vorschlag zu verwerfen.Weder die gedruckten Geschichten, noch Manuscriptemelden uns, daß er einigen Erfolg gehabt habe;aber wir haben nicht geglaubt, daß wir unsern Leserndiese Anekdote entziehen dürften, so unvollständig sieauch ist.

Das Glück, welches die Franzosen damals vonder Seite der Niederlande hatten, ward ihnen vonder Seite Spaniens nicht untreu. Wenn die Nie«derlage und die Gcfangennchmung des Lesparre bey

der

*) Aus einem Briefe des la Fayette a» den König, vonBoulogne den gten Octob. 1521. in der Bibliothekdes Königs, unter den Manuftripten von Bethune,B- 8469. fol. 160.

**) Manuscripte von Bethune, N. 8488- fol- 75 -

«»») An Urheber des Vorschlages und des Briefes ißnicht genannt.