Band 
Zweyter Theil.
Seite
12
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12 Vorrede des Uedeksetzers.

Schlachtpferd, welches er sowohl als seine Rüstung,in seiner Garnison ließ, wenn er auf Urlaub aus-reiset?; und einen Klepper zu seinem Gebrauch undauf Marschen. Jeder Schütze hakte zwey Pferde,und die wurden auf ihrem Zuge aus den ") Pro-vianthausern unterhalten.

Alle Gendarmen waren, wenigstens noch unterLudwig dem xn. Edelleute: und deswegen wollteder Ritter Bayard, in der Belagerung von Paduanicht zugeben, daß die kaiserlichen Lansqueuets zu-gleich mit den Gendarmen Sturm liefen, weil näm-lich diese von Adel waren, und jene nicht. Fasteben so verhielt es sich noch unter der RegierungFranz des I. und selbst die Schützen der Gendar-merie waren mehrentheils Edelleute, und nach ei-nem Edikte Heinrichs des lll. vom Jahre 1575mußten sie es seyn. Nach und nach hörte dieserVorzug auf.

Wir müssen hierbey bemerken, daß die so ge-nannten Pagen, oder Knechte, nichts weniger alseigentliche Bedienten der Gendarmen gewesen, son-dern daß man hier das Wort Valet, Varlet, nachdem alten Gebrauche dieses Worts verstehen müsse,da ein Schildträger eines Ritters, Ecüyer, der vondieser ersten Stufe des Dienstes bis zur Ritterschafthinan stieg, sein Knecht oder Page hieß, und demRitter selbst einige Dienste leisten mußte; wiewohler oftmals der Geburt nach weit vornehmer war,

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