Band 
Zweyter Theil.
Seite
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Erstes Kapitel.

meinschaftlich mit seinem Freunde, Brißy, nichtaufgehört hatte, an dem Frieden zu arbeiten, und izrlder seine Ehre darinn setzte, daß er von Europa dieStürme entfernte, die das Mißverständniß seinerbeyden mächtigsten Monarchen ihm bereitete, warüber diese fatale Verbindung nicht zu Rathe gezogen:er erfuhr sie erst, wie sie geschlossen war. Er sahwohl, daß sein eigensinniger Schüler sich aus seinenschwachen Banden riße, daß die Maaßregeln sei-ner Regierung verändert wären; daß Karl der V.und Franz der I. sich aller Wuth ihres Hasses über-lassen, und daß ihre Schmeichler geschäfftig genugseyn würden, das Feuer anzuschüren. Er bewein-te seinen gefallenen Credit; Er beweinte mit nochbitterern Thränen die gestörte Ruhe von Europa, erweinte am meisten über die Ströme von Blut,die die Ehrsucht zweyer Menschen vergießen wür-de. Dieser so lebhaft gefühlte Verdruß, lind dernoch frische Schmerz über den Tod seines Vettern,des Cardinals von Croy, stürzte ihn in wenig Ta-gen ins Grab. Man sagt, mitten in seiner Todes-angst sey ssine Seele von allem dem Uebel gerührtgewesen, das er vorher sah , er habe ausgerufen:

Ach! wie viel Unglück! und er sey unter demAusrufe dieser traurigen und weißagenden Worteverschieden.

Die zwey mächtigen Feinde warteten nicht lan-ge, sich zu rechtfertigen, und in kurzem sah man inChampagne, in Piccardie, in Navarra, in Deutsch-land den Anfang der Feindseligkeiten»

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