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Zweytes Buch.'
Es schien, Burgund würde der erste Schauplatzdes Krieges seyn, wegen der Ansprüche, die dasHauöOesterreich aufdasHerzogthum, undFrankreichauf die Grafschaft machte, ein Rest der solange be-strittenen burgundischen Succeßion: und doch hatteBurgund das Vorrecht in Frieden zu leben: und eshatte dieses Vorrecht der Achtung zu danken, die manfür die Schweizer trug, die durch ihre Nachbar-schaft verbunden waren, sich des Schicksals dieserProvinzen anzunehmen. Es ward zum Bestenderselben zwischen Franz dem l. und der Margare-the von Oesterreich, eine BaseKarlsdesVten,die indem Besitze der Grafschaft Burgund geblieben war,einNeutralitätstractat geschlossen ").
Von Seiten Italiens rüsteten sich die bey-den Bundesgenossen, um durch das Parme-sanische und Placentinische in das HerzogthumMeyland einzurücken; und es war ihnen darangelegen , den Marquis von Mantua **) in diesenGegenden zum Freunde zu behalten. Dieser Herrwar, seit der Regierung Ludwigs des XU. derfranzösischen Krone zugethan gewesen. Franz der I.hatte ihm den St. Michaelsorden und eine Compa-gnie von hundert Edelleuten zu Pferde gegeben.Aber dü Reffüge, Lieutenant dieser Compagnie, gabvor, man habe dem Marquis von Mantua weiternichts, als bloß die Ehre eines Titels gegeben, under maaßte sich allein das Commando über dieseCompagnie an, richtete alles in derselben nach sei-nem Gefallen ein, ernannte Fahnenjunker, Stan-
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*) Zu Ct. Jean de Laune den 8ten Iul. >522.
Friedrich von Gonzaga.