Erstes Buch. 27
dartenträger, mit einem Worte, alle Bedienungen!n derselben. Die Bundesgenossen machten sich 1521das Mißvergnügen zu Nutze, das dies Betragendem Marquis von Mantua nothwendig eingebenmußte, und suchten ihn dadurch mit in die Üguezu ziehen, daß sie ihm die Würde eines Gonfalon-mer, oder obersten Befehlshabers der päbstlichenTruppen anbothen. Zu diesem Marquis von Man-tua hatte sich der unglückliche Franz Maria vonRo-vere, nach dem Verlust seines Herzogthums Urbi-no, begeben: da ihm der Marquis von Mantuakeine nachdrückliche Hülfe gegen den Pabsi leistenkonnte, so erhielt er ihn wenigstens mit Darret,chung seines Unterhalts, und gab ihm ein Jahrgeldvon ein tausend Thalern. Dieses Jahrgeldward eingezogen und Rovere aus seiner Zufluchtverjagt, both sich mit seinem ganzen Mangel denFranzosen an, und bat sie um Geld und eine Be-dienung. Er wandte sich an den Marschalt vonFoix; er bat ihn um funfzehen hundert Thaler, da-mit er seine Gemahlinn und seinen Sohn in Man-tua auslösen könnte: er besorgte, der Marquis möch-te sonst beyde dem Pabste ausliefern, wenn manihm Zeit genug ließe, sich genauer mit der Ugue zuverbinden. Der Marschall schrieb seinethalben anden König: ,.Ich muß -), sagt er, Ew. Majestät„melden, daß er so große lust hat Ihnen zu dienen,
„daß man unmöglich mehr versprechen kann; aber
„er
*) Schreiben des Herrn von Lescün an den König von»srsten Jul. 1522. Bethunische Handschriften No.
S4S3- Fvl. zz.