Band 
Zweyter Theil.
Seite
28
JPEG-Download
 

28 Zweytes Buch.

„er ist so arm als Hiob, und hat mich versichert,

15 21 „daß er bey seiner Hierkunft nicht mehr als funf-„zehen Thaler hätte,,. Der Marschall ward vonMitleiden gerührt, und schoß ihm die fünfzehnhun-dert Thaler vor, die er auf seine eigne Rechnunggeschrieben hätte, wenn der König mit diesem Vor-schuß nicht zufrieden gewesen wäre.

Der Herzog von Ferrara rüstete sich, um, wennes möglich wäre, Modena und Reggio wieder inseine Hände zu bekommen; und die Franzosen un-terließen nicht, ihm zu dieser Unternehmung Mutheinzusprechen.

Die Schweizer hatten zu diesen Zeiten einenzu großen Einfluß in die Staatsangelegenheiten vonEuropa, insbesondere auf die Meyländischen: Siekonnten der Partey, für die sie sich erklärten, einenzu mächtigen und entscheidenden Beystand geben,daß man sich von beyden Seiten nicht hätte die größ-te Mühe geben sollen, dieselben zu gewinnen. Inden Trqctaten, die sie bis dahin mit Frankreich ein-gegangen waren, hatten sie allezeit den Pabst undden Kaiser aus der Zahl derjenigen Mächte ausge-nommen , gegen welche sie sich feindselig erklärensollten: Sie mußten also damals eine Wahl treffenzwischen zwo Mächten, deren eine sowohl als dieandre mit den Schweizern im Bündniß stund. DieNeutralität wäre in diesen Umständen die sicherstePartey gewesen: aber in dem Verkaufe der Sol-daten bestund dervortheilhafteste Handel der Schwei-zer, und die Neutralität hätte sie dieses Vortheils

beraubt.