zo Zweytes Buch.
ser alle Schuld der Friedensbrüche, die ihrem HerrnIZ2I zur Last gelegt waren.
Die Schweizer, die anfänglich durch die Rededes Cardinals von Sion eingenommen waren, glaub-ten nachher die Wahrheit auf der Seite des Königszu sehen, und waren übel zufrieden mit dem Cardi-nal, der sie betrogen hatte. Sie erinnerten sichseiner Aufführung im Jahre 1515, und daß er derStifter ihrer Niederlage bey Marignan gewesen sey:Sie hielten im Monat August einen Landtag zuLuzern; der Bischof von Veroli, Ennio, erschien aufdemselben im Namen des Pabstes, und verlangteacht tausend Soldaten. Des Reaux fand sich gleich-falls ein, und verlangte noch mehr für den König.Der Gesandte des Pabstes hatte den Verdruß, daßer sich von den Cantons die Verlaumdungen müssevorwerfen lassen, womit die Agenten des Pabstessich unterstanden hätten, den König anzuschwärzen;daß er sich ins Gesicht müßte sagen lassen, einBeystand der Eidgenossen sey für die Gerechtigkeit,und nicht für die Lügen; der König sollte ihn ha-ben, und nicht der Pabst. Man sollte niemalsSchweizer und Lansquenets, die in großer Mengein der Armee der Ligue waren *), unter den nämli-chen Fahnen vereiniget sehen, und dem Cardinalvon Sion sollte befohlen werden, auf ewig dieSchweiz zu meiden.
Inzwischen war dieser Entschluß nicht ganzeinstimmig, und die Ränke des Cardinals von Sion
hatten
*) Schreibendes Herrn Des Reaux an den Herrn Rä-dertet vom zten Aug. 1521. Bechunisch« Hand-schriften Ro. «469. Fol. 19s.