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40 Zweytes Buch.
chen, endlich aber gieng er doch hinüber, und rücktevor Parma, in der Absicht, eine Schlacht zu liefern.
Um eben die Zeit erfuhr man, daß der Herzogvon Ferrara *) ander Spitze von einhundert Gensd' armen, zwey hundert leichten Reutern, und zweytausend Mann Fußvolk eine Diversion in dem Mo-denesischen machte ^); daß er Meister von Finalund San-Felice wäre, und Modena zu drohenschiene: man mußte von der alliirten Armee denGuido Rangone mit zwey hundert leichten Reutern,und acht hundert Mann auserlesener Infanterie zurVertheidigung dieses Platzes abschicken.
Parma hielt sich inzwischen noch immer, undder Marschall von Foix vertheidigte sich um so viel emuthiger, als er einen Entsatz in der Nahe sah ^):seine Beständigkeit, Lautrecs Ankunft, »der Feldzugdes Herzogs von Ferrara, das Detaschement, dasman nach Modena schicken müssen, die Verstär-kungen , die man vielleicht noch hinsenden müßte,wenn die französische Armee anwachsen sollte, dasMißverständniß zwischen Colonna und Pescara, allesdies trug dazu bey, die Alliirten muthlos zu machen;das Mißtrauen, das fast allezeit das Unglück be-gleitet , kam dazu, und vergrößerte ihre Uneinigkeit.
Die Kaiserlichen überredeten sich, wenn die Ero-berung von Parma und Piacenza dem Pabste gleichim Anfange alle Früchte in die Hände spielte, die
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8) Lelcllr, l.ib. 16. n. 44.
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*) Der Bruch Franz des 7- mit dem Pabste hatte den ^Herzog von Ferrara vollkommen auf französische Sei«te gezogen.