Erstes Kapitel. 6 z
andre Oerter k). Aber die Eroberungen, die dieAlliirten dies-und jenseits des Po machten, konn-te er nicht hindern, und diese Eroberungen warenfast allezeit eine Wirkung des Hasses gegen die Ge-brüder von Foix: Lodi unterwarf sich; die Einwoh-ner vonDavia sahen kaum die Kaiserlichen, so sag-ten sie der Garnison *) deutlich unter Augen, wennsie wagen sollte, sich zu vertheidigen, so würde mansie dem Feinde ausliefern, und dann würde sie gewißniedergesebelt werden ; man gebe ihr also den Ratheilig die Stadt zu räumen. Diese Garnison stehenachAsti. Alessandria ließ sich selbst einnehmen. DieseStadt hatte keine Besatzung; ihre eigenen Bürgerbewachten sie 8); Colonna wußte es, und urtheilte,sie würden leicht zu gewinnen seyn. Die Gibelli-nische Partey, die in dieser Stadt herrschete, hattedem Pabste entgegen seyn müssen, wenigstens, wennsie sich ihres ersten Ursprunges erinnert hatte: aberalles hatte sich verändert: die alten Absichten undVortheile, die alten Gesinnungen waren verschwun-den; die Gibellinen verabscheueten itzt die Franzo-sen ; sie ließen ihren Haß nicht merken, um ihndesto nachdrücklicher zu beweisen; sie stellten sich an,als ob sie eifrig waren, den Ort zu vertheidigen;sie schlugen einen Ausfall vor, und man willigtedarein: sie thaten ihn, und ließen sich zurück schla-gen ; die Kaiserlichen verfolgten sie auf dem Fuße,
ohne
k) 6uicci»r6. I.. 14.
g) Lelcar. I.. ,7. n. 4.
') Sie bestund in der einzigen Compagnie adelicherReuter des Grafen St. Pol.