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Zweytes Buch.
schmeichelt, sie würden die Schweizer gewinnen,diese Arglist genehm zu halten; sie hatten gehofft, jnoch mehr Truppen von ihnen zu bekommen, undsie gänzlich von der französischen Partey abzuziehen:sie schickten in dieser Absicht den Bischof von Ve-rona, und einige andre meyländische Herren von derkaiserlichen Partey, nach der Schweiz ab. Wiediese Gesandten an die schweizerische Gränze kamen,glaubten sie, ihre eigene Sicherheit erfordere, daßsie sich ein freyes Geleit geben ließen , wenn sie wei-ter gehen wollten, weil man den Schweizern eineso große Ursache des Mißvergnügens gegeben hätte.Der Bischof von Verona allein war kühner: erglaubte, die Charaktere eines Bischofs und einesGesandten, die in seiner Person vereiniget waren,könnten ihn gegen alle Gefahr in Sicherheit sehen.
Er betrog sich: die Schweizer ließen ihn in Ver-haft nehmen, weil er, wie sie sagten, ohne Paß inein Land gekommen wäre, das mit Frankreich in ei-nem Bündniß stünde. Sie waren mit Recht ent-rüstet über den Betrug, den man ihren Untertha-nen gespielt hatte. Der Cardinal von Sion, derdie Schweizer, die in beyden Armeen dienten, durchdie kühne oben erwähnte List unter den Fahnen desKaisers vereinigt hatte, war vielleicht gegen dieFranzosen, seine Feinde, keines Verbrechens schuldig:aber er hatte sich gegen die Republik, deren Mit-glied er war, wesentlich vergangen, und diese Re-publik fühlte lebhaft eine Beleidigung, die alles ehe-malige Vergehen des Cardinals in ihr Gedächtnißzurück rief und schwerer machte; selbst die Cantons,