Siebendes Kapitel. 241
that eben diesen Schwur, und beyde hielten ihrWort nur zu gut» Bonnivet ließ sich über die 152zBrücke tragen, und that klug daran: Er hätte keingrößeres Unglück haben können, als wenn er inBourbons Hände gefallen Gäre: dies war sein Tod-feind, und der glaubte wirklich, der süße Augenblickseiner Rache sey nunmehr erschienen.
Vandenesse blieb auf der Stelle durch einenDoppelhakenschuß. Der Ritter Bayard bekameinen Schuß in der Seite: Er schrie, oder dieNatur schrie für ihn: Jesus! MM Gott, ichsterbe! Er starb wie er gelebt hatte. Seine letztenHandlungen tragen den Charakter der heldenmü-thigen und christlichen Einfalt, die sein ganzes Le-ben bezeichnet hatte. Da es ihm an einem Cruci-fix fehlte, so küßte er die Kreuzstangen seines De-gens, und weil er keinen Priester um sich hatte, solegte er bey seinem Haushofmeister seine Beichte ab.
Er tröstete seine Freunde und Bedienten, und trotz-te, ohne Stolz und ohne Kleinmuth, dem triumphi-renden 2 lufruhr. Weinen sie über sich *), meinHerr, sagte er zu dem Herzoge von Bourbon, dervoller Wehmuth diesen Helden sterhpnd sah: wei-nen sie über sich selbst. Was mich betrifft, ich binnicht zu beklagen. Ich sterbe, indem ich meinePflicht thue, und sie triumphiren, indem sie dieihrige vergessen. Ihre Siege sind greulich, undihr Ende wird erschrecklich seyn >).
Da
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20. 22. und sonst hin und wieder-
II. Band. Q