Band 
Zweyter Theil.
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' Neuntes Kapitel. zz9

mit den Gesehen der Klugheit zu vereinigen gewußthabe; man wird endlich selbst etwas Großes in derVerzweiflung finden, die ihm nicht erlaubte, das Un-glück seines Vaterlandes zu überleben.

Wem soll man also die Niederlage bey Paviazur Last legen! der Kühnheit des Königs, der nieder-trächtigen Feigheit des Herzogs von Aleuzon. DerKönig, der vor der Schlacht so viel Fehler gemachthatte, begiengin der Schlacht selbst noch einen, dernicht zu entschuldigen ist. Er ließ sich nämlich vonseiner Wuth hinreißen, und lief auf die Feinde zu,die seine Artillerie zu Boden donnerte: dadurch mas,guirte er diese Artillerie: dadurch warf er die ganzeSchlachtordnung um; dadurch verlohr er alle Vor-theile, so wohl der Lage, die Bonnivet gewählt, alsder Disposition, die er gemacht hatte. Hätte derKönig, unerachtet aller dieser Fehler gesiegt, so wäreer allezeit doch zu tadeln, daß er sie gemacht hätte.Aber wer würde sichs heut zu Tage einfallen lasten,ihn darüber zu tadeln, da heut zu Tage allein derErfolg einen Namen mit Lorbeern krönt, oder mitSchimpf bedeckt. Wäre Bonnivet glücklich genuggewesen, den König in den Verschanzungen erhaltenzu können,so wären die Kaiserlichen zurückgetrieben,und Bonnivets Name würde aniht verehrt werden.Und woher entstehen denn nun die Lästerungen derGeschichtschreiber gegen diesen General? Er warunglücklich, und er war — ein Favorit. Gunst,linge sind allezeit geweihcte Schlachtopfer des Tadelsder Geschichtschreiber und der Grämlichkeit der Leser.Hätte der Connetable von Bourbon bey seinem2) 2 Herrn

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