Band 
Zweyter Theil.
Seite
345
JPEG-Download
 

Zehntes Kapitel. 345

sich ihm. Ein seltsamer Auszug war es, daß sichvier vollkommen gerüstete Soldaten für Gefangeneeines ganz wehrlosen und gebundenen Menschen er.klärten.

Der unglückliche Pontdormy kam wieder zuVerstände, nur damit er nach zween Tagen in un.aussprechlichen Schmerzen den Geist aufgeben möchte.Er ward von ganz Frankreich beweint. DieftrVerlust war erschrecklich, wenn man zugleich aufdasjenige sieht, was vicrzehen Tage nachher bey Pa-via vorgieng.

Dieser Feldzug von 1525 demüthigte FrankreichsMacht während der ganzen Regierung Franz des !.Er ließ ihm noch einige große Männer, als die Gui-sen, die Montmorencys, die dü Bellai < Langeis, undverschleime andre: aber man sah dennoch nicht, alsin den ersten zehen Jahren, so eine fruchtbare Pflanz-schule versammleter und ausgebildeter Helden, wiedie Chabannen, die La Tremoillen, die Dars, dieBayards, die von Foix, die von Pontdormys, undso viel andre gewesen waren, deren Namen noch zuunsern Zeiten das Bild der Tapferkeit und eineswahren Ruhms vorstellen.

V5

e-x-,

1525.

Ellftes