Band 
Zweyter Theil.
Seite
346
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Z46 Zweytes Buch.

Eilftes Kapitel.

Begebenheiten nach der Schlacht von

Pavia bis auf den Tractat von Madrid.

^er ftanzösische Hof schien unter der Last sovieler Unglücksfälle zu erliegen, die dem An-setzn nach noch mehrere melden mußten. DieHerzoginn von Angoulcme konnte nur seufzen undverzweifle». „Ach! weiser La Tremoille, rief sie un.„aufhörlich, warum hat euch mein Sohn nicht ge-glaubt! ihr würdet leben, und er frey seyn! war-„um hat er mir selbst nicht geglaubt! meine Furcht„sagte ihm alles sein Unglück vorher." Bald aberermunterte sie ihren Muth wieder, bey dem Anblickealler der Gefahr, die dem Staate drohet« g).

Der König war gefangen, die Armee in Italienzu Grunde gerichtet, Frankreich hatte wenig Trup-pen mehr, und noch weniger Geld. Man mußte be-sorgen, der Kaiser würde es von den Alpen, den py-renaischen Gebirgen, Deutschland und den Nieder-landen aus, und Heinrich der VIII. von der Seiteder Piccardie überschwemmen.

Alle Landplagen vereinigten sich damals gegendies unglückliche Königreich. Im Elsaß hattenfunfzehen tausend Bauern, die Mezeray Dockor Lu-thers Wechselbalge nennt, die Waffen ergriffen.Diese Unsinnigen, die aus der neuen Reformationgelernt hatten, alle weltliche Obrigkeit zu verachten,

und

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