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z6r Zweytes Buch.
eigen Dienst seinen Meyneid aussöhnen, und einevollkommene Begnadigung verdienen. Der Ehr-süchtige, der sehr zweydeutig getreue Pescara, konn-te auf die Befreyung des Königs weit aussehendeEntwürfe gründen.
Alle Mächte Italiens konnten mit Gewalt, odermit List sein Gefängniß erbrechen, und deswegenmußte sich beständig eine ganze Armee um dasSchloß Pizzighitone Herlagern: die Kaiserlichenhatten zu wenig Truppen übrig, die in Italien mitNachdruck fechten konnten.
2) Die Treue der Truppen, und sonderlich derAusländer, hieng von der Richtigkeit der Bezah-lung ab. Die Plünderung des französischen La-gers , wodurch die kaiserlichen Soldaten so sehrbereichert waren, hatte sie nicht weniger hitzig ge-macht , ihren Sold zu federn. Den kaiserlichenGeneralen fehlte es allezeit an Gelde, und sonder-lich in diesen Umständen Die geschäffüge Klug-heit des Lannoi wußte vieje beyden Schwierigkeitenzu heben.
Er eikete durch ganzItalien, und setzte alledessel-benStaaten, die theils zu schwach und theils zu furcht-sam waren, ihm zu widerstehen, in Contribution;er foderte, theils als ein Darkehn, theils als eineBrandschaßung, zehen tausend Ducaten von Lucca,funfzehen taufend von den Sienesern, fünfzig tau-send von dem Herzoge von Ferrara, funfzehen tau-send von dem Marquis von Montferrat. DerTractat, der zwischen dem Kaiser und dem Pabste ge-macht war, hatte dem Kaiser einhundert tausend Du-katen