Zwölftes Kapitel. 427
und der damit verknüpften Bedrückungen los zu wer-den, ihm fünftausend fünfhundert Ducaten gegeben,und eben so viel nachzuzahlen versprochen hatten.Die Graubündter waren Bundesgenossen, die mannicht verachten durfte. Bourbon wußte es wohl,und ließ bey ihnen werben: diese Werbungen, dieseRecruten mußten unterwegens von der kaiserlichenArmee abgeschnitten werden: man mußte verhindern,daß die Graubündter, den Truppen, die Bourbon ausDeutschland kommen ließ, keinen Durchzug verstatte,ten; und die Graubündter willigten, auf inständigesAndringen der Ligue, in diese beyden Punkte, undselbst in einen dritten, nämlich für die Ligue zwey tau-send Mann anzuwerben, und die Ligue verband sichdagegen, ihre rückständige Schuld von fünf tausendfünf hundert Ducaten dem Marquis von Marignanzu bezahlen, und ihnen diejenige Summe wieder zuerstatten, die sie zur Abkaufung dieses Wagehalsesschon verschwendet hatte.
Aller dieser Beystand machte die Ligue wederkühner, noch weniger unschlüßig. Es ist wahr, derKaiser wußte sie durch eine sehr listig angelegte Di-Version zu schwächen. Die Colonnen, deren Schick,sal es war, die Päbste mehr als einmal in Schreckenund Angst zu setzen, waren damals aus einem dop,pelten Grunde Feinde Clemens des Vli; theils alsVasallen des Kaisers im Königreiche Neapel, undtheils wegen andrer Ursachen, die ihnen persönlichwären. Diese Colonnen waren Despasian, ein Sohndes Prospers, Ascanius, ein Sohn des Fabricius,und
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