Zwölftes Kapitel. 445
bor» wünschte, um dem Lannoi alle die Verachtung,und alle Beweist des Hasses, die er ihm, seit der End , ^7führung Franz des Ersten von Pizzighitone nach Spa-nien schuldig war, in überstüßigen Maaße zu ver-schwenden. Bourbon hatte diese Beleidigung nichtvergessen; er wußte, daß die Ergebenheit der Spa-nier gegen seine Person über das ohnmächtige Anst-,hen des Lannoi, den sie weder lieben noch hochachtenkonnten, allezeit die Oberhand haben würde; Er machte sich das Vergnügen, den Schritt, den Lannoi wag-te, lächerlich zumachen; er gieng von einem Ortezum andern: Lannoi folgte ihm allezeit vom weitenNach, und konnte ihn nicht einholen ; denn Bourbonkam nie nach den Oertern, die er ihm zur Unterredungbestimmete.
Die Reise des Lannoi stellte ihn den größten Getfahren bloß; wie er dem Bourbon immer nachließso gieng er, fast ohne Gefolge, durch Gegenden, dievon den Kaiserlichen verheert waren, und die überdie Raubereyen der Armee erbitterten Landleute hat-ten fast mehr als einmal sich deswegen an ihm gerä«chet, und ihn ihrer Wuth aufgeopfert. Er mußtenachSiena flüchten, und der Pabst, der nun kein an-drer Hülfsmittel mehr für sich sah, ermüdete dieFranzosen und Venetianer mit seinen Wehklagen.Inzwischen schmeichelte er sich doch noch, daß derKrieg sich bloß in den Staaten von Toserma begrün-dn, (und dirs war schon hart genug für ihn,) und we-nigstens