Band 
Zweyter Theil.
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446
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446 Zweytes Buch.

nigstenS nicht bis nach Rom getrieben werden würdet1527 Weil der Marquis von Saluzzo, und der Herzogvon Urbino jsich entschlossen hatten anzurücken, undFlorenz zu decken, so schienen die beiden feindlichen Ar«meen einander so nahe zu kommen, daß keine der an«dem mehr ausweichen könnte. Aber auchj diese Hoff-nung ward bald vernichtet. Bourbon gieng vonArczzo, im Toscanischen, den 26. April ohne Artille«rie, ohne Gepäcke, machte einen gezwungenen Marsch,rückte schleunigst vor nach Rom, und ließ den Herzogvon Urbino, und den Marquis von.Saluzzo weithinter sich.

Wie er unter den Mauern von Rom angelangtwar, sagte er zu seinen Truppen: Sehet hier den Ge«genstand unsrer Wünsche, das Ziel unsres Laufs,das Ende unsrer Strapatzen, und die Quelle unsersGlücks.

Wie er den Ort in Augenschein genommen hak-te, so macht« er alle Anstalten zum Sturme, der umso viel mörderlicher werden mußte, als er kein grobesGeschütz halte, das ihn durch den Umsturz der Mau-ern hätte erleichtern können» Ein römischer Fähn«drich , dem man die Wache über eine Bresche, dieman so geschwind nicht hatte füllen können, aufgetra»gen hatte, sah den Herzog von Bourbon mit eini-gen Soldaten anrücken; er ward für Schrecken be«stürzt und schwindlicht, er verirrt sich, will fliehen:Er glaubt, er gehe in die Stadt, und läuft gerade

auf