Band 
Zweyter Theil.
Seite
449
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Zwölftes Kapitel. 449

che an, als ob sie ihn, als einen Aufrührer verachte-ten. Spanien, dem er getreu diente, bezahlte ihn 1527.mit Undank; Italien, das er unterdrückte, verfluch-te ihn; Frankreich, das er verrieth, war gelinder,und beklagte ihn. Man erinnerte sich in diesem Lan-de allezeit, daß man ehemals unter ihm und durchihn gesiegt hatte: man warf allen Haß gegen seinenAufruhr auf die Herzoginn von Angouleme, die ihndazu gezwungen. Sie allein war es, die man an-klagte, daß sie dem Vaterland« so viel Tapferkeit undTalente entrissen, und dem Feinde zugeworfen hätte.

Man urtheilte, ein Held habe nicht unterdrückt wer-den müssen, weil er ein Weib nicht lieben konnte. Esfehlt viel daran, daß Bourbons Andenken in Frank-reich so verhaßt wäre, als das Andenken Roberts vonArtois, dem sonst sein Schicksal so ähnlich war. Ro-bert von Artois war erst ein Betrüger, und wardein Verräther: muthwillige Verbrechen trieben ihnzu einem gezwungenen Verbrechen: in Bourbon hat-te man, ehe ihn ein unglückseliges Schicksal in dasVerbrechen riß, nichts als Hoheit, nichts als Edel-mmh gesehen; es fehlte ihm, UNI allezeit groß zubleiben, nichts als die Kunst, Ungerechtigkeiten zudulden, und sich nicht zu rächen.

Der Schuß, durch den er fiel, ließ ihm die Zeit,als ein Held zu sterben, so wie er gelebt hatte. Sobald er sich tödtlich verwundet fühlte, sagte er zu ei-nem Gasconischen Hauptmann, Namens Ionas oderII Band. F f Gogua,