Zweytes Kapitel.
traulichsten A-eundschafk der beiden Monarchen;er sagte, man sey dem glücklichen Zeitpuncte na* rzzshe, da alle Christlichen Mächte sich gegen die Tür-ken vereinigen würden, und anstatt an Tracratenmit denselben zu denken, müßte man vielmehr dasäußerste gegen sie wagen: und diese UnternehmungWürde allenthalben Beystand finden.
Zum Glück für Franz den Ersten lasen dieklugen Venezianer in seiner Seele, und besorgtenscme Vortheile besser, als er es selbst that.
„ Wenn, sagten sie zum düGuast, ganzEu- *54»
„ ropq sia- gegen die Türken verbindet, so wer» z^Merz,,, den wir nicht die letzten seyn, die zu diesem hei-„ ligen Kriege mit beytrtten i aber wo sind die„ Beweise der Freundschaft dieser beiden großenz, Monarchen, die sie uns qnrüh nsn? Wir sc-„ hen von beiden Seiten Höflichkeiten, ein edel*
„ wüthiges Betragen, Gefälligkeiten, Ehrenbe-„ zeugungen, wir sehen überhaupt ein äußerliches„ Bezeigen, das man eben so wohl gegen einen„ geheimen Feind, als einen Freund beobachten„ kan: aber wir sehen keine Staatsangelegenhei-„ ren zu Ende gebracht, keine Rechte ausgemacht«
2 , keine Federungen befriediget, Worauf Hern»
„ her denn nun die Freundschaft, die sie uns sseifrig anpreisen? Was ist der Grund des Frie*
„ denö zwischen diesen beiden Fürsten, der fcsige-„nug wäre, daß wir den Grund unserer eigenen„ Skaatöeinrichkungen darauf bauen könnten?
„ Entschließt sich der Kaiser dem Könige von„ Frankreich, oder seinem Sohn die Investitur
V 4 „de*