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Fünftes Buch»
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Wenn Franz der Erste es an Carl den Fünf«ten verdienet hätte, daß er ihn als einen heimli«chcn Feind behandelte, so hätte dieses Kunststückihm , eben dadurch, daß er sich seinen Bundesgmoftsen nannte, und ihn in den Umarmungen einer iecu-losen Freundschaft gleichsam erstickte, seine Bun-desgenossen abwendig zumachen, bloß als ein ge-wöhnliches Spiel dar Polink betrachtet werdenkönnen: aber welche abscheuliche Staatsklughcitkonnte die grimmige Bosheit rechtfertigen, womitder Kaiser seinen Wohlthäter, seinen Freund, sei-nen Bruder verrieth, der ihm den größten Dienstgethan, alle vergangene Beleidigungen so gros-wüthig vergessen, und ihm seine gegenwärtigenVortheile auf die edelste Art aufgeopfert hatte?Die boshafte Wuth der so genannten StaakS-klugen muß doch was außerordentlich seltsamesseyn, da das Verfahren Franz des Ersten Carlden Fünften zu entwaffnen, nicht im Stande war;da ein so großer Kaiser sich überwinden, und öf-fentlich seinen Ruhm durch eine niederträchtige^eugnung eines feyerlich gegebenen Versprechens-schänden konnte, eines Versprechens, dessen Er-füllung nichts als eine gerechte Belohnung des Be-tragens gewesen wäre, dem der Kaiser die Erhal-tung von Flandern zu danken hatte.
Inzwischen war der Verdruß, den Franz derErste darüber empfinden mußte, durch Traktatengebunden: diese niederträchtige Betrügerey warNicht ein hinlänglicher Bcwegungsgrund den Kriegvon neuen anzufangen: der Waffenstillstand dau-erte