Band 
Vierter Theil.
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Drittes Kapitel. 41

fiel: allein, wie sie ihnen vorgestellt wurden, hat-ten sie dieselben unschuldig erklärt, und es blieb aus- rZ4rgemacht, daß diese Couriere von Strassenräubernangefallen wären, welche geglaubt hatten, daß sieviel Geld bey sich führten: ihre Paquete und Brie-fe waren gleichfals ins Holz geworfen, wo mansie auch fand, und die meisten derselben warennoch versiegelt.

Aber Marano diente den Österreichern zu einergroßen Beschwerung über die Franzosen. Dieserim Friaul gelegne Ort gehörte dem Römischen Kö-nige: er war wegen seiner Lage am AdriatischcnMeere / wegen seiner Befestigungen und der Morä-ste, die denselben umgeben, und fast unzudringlichmachen, sehr wichtig K). Die Einwohner diesesPlatzes hatten, des Österreichischen Joches müde,sich dem Könige von Frankreich freiwillig angebo-then, und die Gelegenheit ergriffen, da der Königüber den, an seinen Gesandten begangnen Meuchel-mord erzürnt war: sie hatten ihm frey erkläret,wenn er ihr Anbiethen, so wie den Vorschlag derBürger von Gent ausschlagen würde, wollten siesich an eine andere Macht wenden, die sie gewißannehmen würde: und sie gaben dadurch deutlichgcnugzu verstehen, daßsie sich indieArme derTür-kcn werfen wollten. Dadurch ward der Feind desChristlichen Namens in das Herz der Christen-heit zwischen Italien und Deutsthland gelocket.

Der Pabst, der Kaiser, die Venezianer hattendie wichtigsten Ursachen, dieser letzten Enkschlies-

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