Band 
Vierter Theil.
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Fünftes Buch.

sung zuvorzukommen, und den erstem und denenletztem konnte es ziemlich gleichgültig seyn, ob die-ser Ort in den Händen des Königs von Frank-reich , oder des Römischen Königs stünde. Franzder Erste hatte die Vorsicht, diesen drey Machtenwissen zu lassen, wenn sie in einer gewissen Zeit,die er ihnen bestimmte, keine Parthey, in Absichtauf Marano, ergriffen, so würde er den ihm ge-thanen Antrag annehmen, wenn es auch aus kei-ner andern Ursache geschähe, als daß dieser Ortnicht unter die Bothmaßigkeit des Türkischen Kai-sers fiele. Da sich nun weder das Schicksal, nochdie Gesinnung der Bürger von Marano änderte,so nahm der König, zur gesetzten Zeit den Ortein, und glaubte, daß er dadurch der Christen-heit diene, ohne dem Waffenstillstände im gering-sten zu nahe zu treten, weil der nur die Feindse-ligkeit einstellcte, aber nicht verböthe, weder einfreywilligeö Anerbiethen, als das von Maranoanzunehmen, noch sich für die Zukunft Freundezu machen.

Ucbrigens gieng dieses Annehmen von Mara-no, das überdem mit so vieler Behutsamkeit be-gleitet war, später vor, als der Mord von Rin--con und Frcgoso. Und wie viel ähnliche, odervielmehr mit Gewaltthätigkeiten gemischte und of-fenbaren Feindseligkeiten weit ähnlichere Unterneh-mungen hatten nicht die Kaiserlichen sich vorzu-werfen? Waren sie ihnen mislungen, konnte ih-nen denn der schlechte Erfolg zur Rechtfertigungdienen? Wenn, zum Exempel, ihr allezeit küh-ner