Band 
Vierter Theil.
Seite
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Drittes Kapitel.

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uer und allezeit unglücklicher Cäsar von NeapelTurin nicht hatte überraschen können*), war erdeswegen weniger bey Nacht mit Truppen davorerschienen, in der Absicht es zu ersteigen? Hatteer weniger einen Edelmann bestochen, der an vierverschiedenen Ecken der Stadt Feuer anlegen, undden Kaiserlichen die Ersteigung der Wälle dadurcherleichtern sollte, daß er die Einwohner mit Lö-schung des Brandes beschäftigen wollte? DieserVerräther ward errappr, bekannte sein Verbre-chen, und ward gcviertheilt.

Mit einem Worte, wenn man auch auf diesekleine Unternehmungen, auf diese versteckte Feind-seligkeiten siehet, so waren doch die Kaiserlichendiejenigen, die den Waffenstillstand brachen, undübcrdem hatten sie sich zweyer groben Verbrechenschuldig gemacht, mit welchen sie neben dem Waf-fenstillstände, das Natur-und Völkerrecht mitFüssen getreten hatten, ncmlich der Aufhebung derCouriere, und noch mehr des Meuchelmordes anden Gesandten. Dü Guast war dieser beyden Ver-brechen überwiesen; aber wir bleiben bey denzweyten stehen, dafür kan keine Entschuldigunggefunden werden: welcher Waffenstillstand, wel-cher Friede mußte durch so einen Frevel nicht ge-brochen werden! Dü Guast selbst hakte in seinen

Briefen,

*) Es ist hier von einer andern Unternehmung aufTurin die Rede, als von der, die Cäsar von Nea-pel auf Turin machte, und Pouticres vereitelte.Man sehe Kap. Xl. B. lV. Die Erste geschahewährend des Krieges, diese Wng während desWaffenstillstandes vor.

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