Drittes Kapitel. 14z
gen: sie waten in diesem Anschlage glücklich, unddie Belagerer unternahmen nicht, diesen Postenwieder zu erobern: die Ausfälle wurden häufigwiederholt, und waren allezeit lebhaft; in einemderselben fiel d'Este, in einem Hinterhalt, undsein Arm ward ihm von einem Spcerstofi durch-stochen : er litte zu gleicher Zeit noch einigen an-dern Verlust, aber der ward so gleich durch einCorps ersetzt, das ihm zu Hülfe kam, und seinenAückzug erleichterte. Durch diese Ausfälle warddie Kaiserliche Armee sehr beunruhiget; aber dieBelagerten stunden von Hunger und Durst nochweit mehr aus, esfchlke ihnen anWelnundBicr;Soldaten und Officiere mußten Wasser rrinkett,und jede hatten nur eine halbe Nation Brod; unddie Wachten, unl and'e Strapazen wurden gleichewohl täglich v.rdo'pAt. Durch dieß Mittel hosteder Kaiser die Stadt zu gewinnen: Anfangs hatteer versucht sie mikSturm einzunehmen, ehe Zran; derErste, den seine Eroberungen in dem Luxembur-gischen aufhielten, der Stadt zu Hülfe käme,und doch lange nach dem Kaiser erst in dasHenncgau kommen konnte. Die Sündhaftigkeitder Belagerten gab ihm die Zeit, daß er nochzur rechten Zeit ankam. Vergebens bemühetensich die Kaiserlichen, alle Zugänge nach Ländrecyabzuschneiden; sie konnten gleichwohl nicht hin-dern, das Pruste, ein Normännifcher Edelmann,der diese Gegenden genau kannte, nicht mittendurch ihr Lager gegangen/ und bis nach Fere,wo damals der König war, gekommen wäre; er
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