Band 
Vierter Theil.
Seite
145
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Drittes Kapitel. 145

ein Corps von tausend bis zwölfhundert Oesterrei- ^-'

chischen Gendarmen. , Der Widerstand wäre hier rs4Zunmöglich gewesen , und also mußte er zur Listseine Zuflucht nehmen. Dü Bellay ließ alle Bau-ren, die seine Mehlsäcke führten, aufsitzen, undda er dieselben unter die wenige Rcuterey stellte,die er bey sich hakte, so breitete er vor den Augender Kaiserlichen ein zahlreiches Corps aus, dasdiese furchtbar glaubten, und nicht wagten anzu«greiffen. Sie zogen sich zurück, und die Zufuhrkam glücklich in Landrecy hinein. Der König er-hielte Nachricht davon, und die mußte ihm so an-genehm seyn, als die Nachricht von der Rettungder ^tadr. Die tapfern Vertheidiger derselbenwurden nach Verdienst belohnt. D'Este wardCammerjunkcr, la Lande Haushofmeister, sowohlals ta Chapellc, der unter diesen beiden sich wäh-rend dieser Belagerung am meisten hervorgethanhatte: jeder gemeine Soldat erhielt auf Lebens«

Zeit das Vorrecht des Adels: und die Krcywilli-gen von Adel erhielten gleichfalS Vergeltungen,die ihren Diensten gemäß waren.

Nunmehr war es nicht mehr nöthig dem Kai»ser ein Treffen zu liefern : zum höchsten konnteeine Schlacht ein Gegenstand der Ehre , aber nichtmehr der Politik des Krieges seyn r die beidenNebenbuhler stunden einer dem andern gegen über,und beobachteten einander: die Scharmützel wa»ren unaufhörlich, die beiden Armeen, die aufzween einander gegen überstehenden Bergen gela-gert waren, hakten zwischen sich ein Thal, durchmi.Band. K wcl-