146 Sechstes und letztes Buch.
welches ein Bach mit sehr steilen Ufern lief/ dieden Ucbergang über denselben schwer machten.Der Kaiser ließ auf dem äußersten Ende des Ber-ges, den er inne hatte, einige leichte Reutereystellen, und in das Thal einige Bataillons vonLansquenets hinunter gehen, und von Gendarmendecken, gleich ob er das Französische Lager häc-te angreifen wollen; inzwischen gicngen dieKaiserlichen gleichwohl nicht über den Bach.Brißac, mit einer edlen Ungeduld, ihre Keckh.itzurückzuhalten, gicng hinüber, jagte die Kaiser-lichen bis an den Fnß des Berges zurück, undwie er sahe, daß ihre Bataillons sich ausbreiteten,um ihn zu umstügeln, blieb er stehen: ein paarAugenblicke schien es, es würde ein allgemeinesTreffen erfolgen Der König, der Dauphin,der Herzog von Drleans, der Herzog von Vcn-dome, der Herzog von Guise, alles stellte sich inSchlachtordnung, alles gcrieth in Bewegung:da aber die Kaiserlichen wenig Lust bezeugten, vonihrem Berge herab zu steigen, so hakte der Kö-nig auch keine Neigung mehr denselben hinan zuklettern, und sie in einem so vorkheilhafken Postenanzugreifen: er begnügte sich also damit, daß cdden Admiral mit einem hinlänglichen Corps Trup-pen dem Brißac zu Hülfe schickte, der seinen Rück-zug deckte, in welchem er wenig verlohr. DerAdmiral und Brißac, die bis an die Ufer desBachs verfolgt wurden, giengen im Angesicht derKaiserlichen dahin über: diese unterstunden sich
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