Band 
Vierter Theil.
Seite
154
JPEG-Download
 

1 54 Sechstes und letztes Buch.

ringste hören wollte: er glaubte, es wäre zu nie-drig für ihn, allen diesen kleinen verächtlichenWinkelzügen nachzudenken, die er, wie er sagte,bloß der Politik der Christen überließe. SeineMinistres, seine Bässen begegneten dem Paulinmit noch grösserer Härte. Die geheimen Intri-guen des Kaisers hatten einen Weg bis zur Otto-mannischen Pforte gefunden, und verfolgten denFranzösischen Gesandten: aber dieser wußte dieHülfe, die er in seiner Geduld, in seiner Scharf-sinnigkeit, in seiner standhaftigen Geschäftigkeitund in der Wahrheit fand, mit solchem Ueberge--wicht zu nutzenx); er sprach mit so vieler Bered-samkeit, er handelte mit solcher Klugheit, daß eralle Vorurthcile überwand, allen Nebel vertrieb.Er brachte den Aga der Ianikscharcn auf feineSeite: er brachte es endlich so weit, daß Soli-man selbst ihn hörte, ihm glaubte, und eine Nei-gung für feine Person gewann: er hatte mit ihmhäussige Unterredungen: er machte sich ihm ange-nehm, fast ward er ein Favorit, und endlich er-hielt er alles, was er wünschte. Barbarossa be-^am Befehl ihm zu folgen, ihm in allen zu gehor-chen, und den Krieg so zu führen, wie es Paulingut fünde. Welch ein kützlichcr und wichtiger Arti-kel ! welcher beweiset, mit wie vieler Klugheit Paulinsie Dcnkungsart des Solimans zu leiten gewußt,und mit welchem Muthe er ihm die Wahrheit ge-zeigt habe: denn nächst nach den Bewegungögrün-den der Religion hatte nichts den allgemeinen Ab-

schen

x) ÜSelcsr. I.. 2Z. N.2Z.