Band 
Vierter Theil.
Seite
155
JPEG-Download
 

155

Viertes Kapitel.

scheu der Christen gegen die Türken so stark unter-- --

halten, als die häßliche und unmenschliche Art ih- 154zrcr Kriege, die barbarische Gewohnheit zu mor«den und zu brennen, die Länder der Christen gänz-lich zu verwüsten, und ihre Einwohner in die Scla-vcrey zu schleppen. Wie Franz der Erste endlichoffenbar mit den Ottomannen in ein Bündnis trat,so wollte er diese Verbindung auch dadurch recht-fertigen, daß er seine neuen Freunde angewöhnte,das Völkerrecht und die Menschlichkeit mehr zuschätzeny), und den Krieg so zu führen, als esdas christliche Europa zu thun sich entschlossen hak-te. Dadurch stieß er wenigstens die einzigen ver-nünftigen Vorwürfe übcrn Haufen, die man ihmüber dieses Bündnis hätte machen können.

Paulin stellte bey stincr Hin-und Herreise vonConsiantinopcl gleichfals Unterhandlungen in Ve-nedig an 2). Er mahlte dem Senat die Unter«drückung, die Knechtschaft, das Elend, dem Ita-lien unter der niederschlagenden Macht des Kai-sers unterworfen seyn würde, mit den lebhaftestenFarben vor: er machte sich alle Umstände, allenSaamcn der Zwietracht, den er zwischen der Re-publik Venedig und dem Hause Oesterreich ausge-streuet fand, zu nutz: er erinnerte den Senat analle Gewaltthätigkeiten, an alle Betrügereyen desKaisers und seiner Ministers, an die ermordetenGesandten, die gebrochncn Eide der Tractatcn, andie Untreue des Kaisers in allen seinen Verspre-chungen;

äs Du 6s!l»^. u. d«

2^ 8s!c u', N. 2 z. n. 27.