Band 
Vierter Theil.
Seite
156
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i;6 Sechstes und letztes Buch.

'-> chungen; er wies, wie weit sicherer man sich auf

^54; das Wort und die Menschlichkeit der Türken ver-lassen könnte: es lag wenigstens nicht an ihm, daßsich die Venezianer nicht mit den Franzosen undTürken in ein gemeinschaftliches Bündnis gegendas Haus Oesterreich einließen: er versprach zudiesem Zwecke, im Namen des Königs, der Re-publik die Festung Marano einzuräumen. Die-ser Entwurf einer dreydoppelten Allianz gefiel demSoliman sehr, und sie wäre zu Stande gekom-men, wenn nicht der Chiaup Iumusley, der be-fehliget war, den Paulin in dieserUnterhandlungbeyzuftehen, von den Spions des Hauses Oester-reich bestochen gewesen wäre, und Paulinö Absichtenhintertrieben hätte.

Der einzige, aber sehr nützliche Ausschlagseiner doppelten Gesandtschaft war dieser, daß dieOttomanische Flotte, die aus hundert und zehenGalercn bestund, und von Barbarossa comman-dirt war, nach den Küsten von der Provenze se-gelte, und sich mit der Französischen vereinigte,die an diesen Küsten lag. Also sahe man in die-sem Feldzuge die vier großen Mächte von Europa,die von den vier großen Helden dieses Jahrhun-derts beherrscht wurden, von Franz dem Ersten,Soliman dem Zweyten, Carl dem Fünften, undHeinrich dem Achten, zween gegen zween verbun-den : zum vollkommenen Pompe dieses politischen«nd kriegerischen Schauspiels, fehlte nichts mehr,

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